Cranio-Sacral-Therapie
Sanfte Heilung durch aufmerksame Hände
Ursprung und Geschichte
Der Ursprung der craniosacralen ( Ctanium = Schädel; Sacrum = Kreuzbein) Therapie liegt in der cranialen Osteopatie, einem Teilgebiet der klassischen Osteopathie (gr.-lat. Knochenleiden). Die Osteopathie wurde von Andrew Taylor Still (1828 – 1917) begründet. Die Lehre umfasst manuelle Techniken an Muskeln, Faszien, Knochen und Gelenken sowie die Behandlung von Organen (viszeralen Osteopathie).
Die craniale Osteopathie wurde von William Garner Stherland (1873-195) entwickelt. Im Jahre 1900 erlangte W. Sutherland den Titel D.O., Doktor der Osteopathie. Damals wie auch heute noch wird in Anatomiebücher gelehrt, dass die Schädelknochen an ihren Nähten (Suturen) fest verwachsen seien und keine Bewegung zulassen würden. Diese Annahme ist falsch. Sutherland war von den Schädelnähten fasziniert, vor allem von der Schuppenartigen Verbindung des Schläfenbeins mit dem Scheitelbein.
W. Sutherland machte Selbstversuche und forschte über 50 Jahre lang. Dabei machte er zahlreiche Entdeckungen und eigene Entwicklungsschritte. Bei seinen ersten Schritten legte er Eisenbänder in verschiedenen Richtungen straff um seinen Kopf. Dadurch stellte er fest, dass sich das Volumen des Schädels in einer regelmäßigen Frequenz vergrößert und verkleinert. Er entdeckte unter anderem, dass unterschiedliche Druckanwendungen auf verschiedene Schädelteile sowohl körperliche als auch emotionale Empfindungen und Veränderungen auslöste. Diese Beschwerden waren jederzeit reproduzierbar. Über viele Jahre lernte er die winzigen Bewegungen der Schädelknochen mit seinen Händen zu fühlen und gleichzeitig bei Blockierungen der knöchernen Strukturen sie wieder zu befreien und in Bewegung zu bringen. Lange Zeit fand W. Sutherland keine Anerkennung unter seiner Kollegen, erst in den 40er Jahren gelang es ihm einige seiner Kollegen von seinem cranialen Konzept zu überzeugen.
Die Osteopathie und die craniale Osteopathie haben im letzten Jahrhundert verschiedene Entwicklungen und Weiterentwicklungen erlebt. Es waren John E. Upledger und weiter Osteopathen, die unterschiedliche der cranialen Osteopathie einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich machten. Vor allem E. Upledger ist es zu verdanken, dass sich die craniale Osteopathie in den 80er Jahren erfolgreich verbreitet wurde. Er war es der die emotionale Ebene, sowie den Dialog mit i die Behandlung miteinbezog. Darin ist auch ein wesentlicher Unterschied zwischen der crainalen Osteopahie und Craniosacralen Therapie schon genannt. Die craniosacrale Therapie bezieht heute Gesprächsführung, interaktive Prozesse, sowie die ressourcen- und lösungsorientierte Begleitung mit in die Behandlung mit ein. Einweiters Merkmal der craniosacralen Therapie im Vergleich zu cranialen Osteopathie ist, dass mit bedeutend weniger oder gar keinen Druck behandelt wird.
Grundannahmen
Grundannahmen
In der Craniosacralen Therapie wird von folgenden Grundannahmen ausgegangen:
-Der Körper ist eine Einheit
-Der Mensch ist eine Einheit aus Geist-Körper und Seele
-Die Struktur und die Funktion stehen in einer Wechselwirkung, sie beeinflussen sich gegenseitig
Eine weitere Annahme der cranisacralen Therapie ist, dass der Körper imstande ist:
-Sich selbst zu regulieren
-Sich selbst zu heilenUnd sich selbst gesund zu erhalten
Die Behandlung berücksichtigt alle die oben genannten Grundannahmen gleichermaßen. Somit wird die individuelle Geschichte eines jeden (Geburt, Entwicklung, einschneidene Erlebnisse, Krankheiten, Unfälle, Stürze Operationen, also physische und psychische Traumata) mit in die Behandlung einbezogen und gewinnt an Bedeutung, denn dadurch kann die Selbstregulation, Selbstheilung und die Gesunderhaltung vermindert, eingeschränkt oder blockiert sein. Denn der Körper eines jeden verfügt über die großartige Fähigkeit alle kleinere oder größere Einschränkungen zeitweise zu kompensieren. Gerät der Mensch aber zu sehr aus seiner Mitte oder Balance wird aus dem kompensierten Ungleichgewicht ein dauerhafter dekompensierte Zustand. Wird dieser wiederum nicht behoben, vermindert das den Fluss der Lebenskraft und der Körperflüssigkeiten, was wiederum zu Krankheitsprozessen führen kann.
Während der sanften und angenehmen Behandlung wird der Behandelte begleitet und unterstützt den natürlichen Prozess der Selbstregulation und Selbstheilung in Gang zu setzen und/oder aufrecht zu erhalten. Die craniosacrale Behandlung fördert zugleich:
-Die vermehrte Eigenwahrnehmung
-Ein ganzheitliches Körperbewusstsein
-Verständnis für die Funktion und Weisheit des Körpers
-Vertrauen und Selbstermächtigung zur Veränderung und Entwicklung
Es geht also nicht darum, dass der Craniosacrale Rhythmus durch die Behandlung in seinen Qualitäten ausgegelichener wird, sondern vor allem um die dadurch erzielten folgewirkungen:
Die verbesserte Selbstregulation des gesamten Organismus, ein besseres Fließen und ein vermehrter Austausch aller Körperflüssigkeiten. Dadurch entsteht eine Gefühl von mehr Wohlbefinden und eine Tiefenentspannung.
Der Dialog zwischen Therapeut und Behandelten kann während oder nach einer Sitzung Veränderungen bewusst machen und somit neue Wahrnehmungen und Seinszustände verankern.
Die Ebenen
Das cranisoascrale System umfasst drei Ebenen:
-Äusserlich: die knöchernen Teile des Schädels, die Wirbelsäule und das Kreuzbein
-Innerlich: die verschiedenartigen Hirn- und Rücknmarkhäute (welches ein halbgeschlossenes, relativ kompaktes Membransystem für unser Hirn und Rückenmark bildet)
-Ebenfalls innerlich: die Flüssigkeitsebene, das zumeist rhythmisch fliessende Hirn- und Rückenmarkwasser (Liquor cerebrospinalis)
Anwenbar bei
-Wirbelsäulenbeschwerden
-Beckenproblemen
-Kopfschmerzen, Schwindel, Tinnitus
-Cervicalsyndrom
-Chronischen Schmerzen
-Erschöpfungszuständen (burn out)
-Schwangerschaft
-Begleitend bei Krebs
-Gesundheitsvorsorge
-Unklaren Bauchschmerzen,
-Verdauungsstörungen
-Steigerung des Wohlbefindens uvm.



